Published On: Fr, Nov 2nd, 2012

Haarausfall bei Männern

Campbell Newman (australischer Politiker) trägt Stirnglatze

Campbell Newman (australischer Politiker) trägt Stirnglatze

Viele Männer leiden bereits früh an verstärktem Haarausfall. Selbst bei Teenagern kann es schon so weit kommen, und auf Schulhöfen sieht man vereinzelt (Halb-)Glatzenträger. Mancher einer geht souveräner damit um als der andere, für den der Haarausfall ein großes psychisches Problem darstellt. Mittlerweile muss man allerdings nicht mehr mit dem Argument vor der Kahlheit kapitulieren, gegen sie sei kein Kraut gewachsen: es sind auch Gegenmittel erfunden worden.

Erbliche Veranlagung?

Es sind ja meistens Männer, die unter Haarausfall leiden; man kann dabei unterscheiden zwischen unterschiedlichen Typen des unfreiwilligen Verlust des Haupthaars. Männer über 21 Jahren haben zum Beispiel in neun von zehn Fällen mit dem Rückgang des Haaransatzes zu kämpfen; bei vielen dünnt sich das Haar im Hinterkopfbereich aus. In diesem Falle verhält es sich oft folgendermaßen, dass das Testosteron durch ein Enzym umgewandelt wird und infolgedessen die Haare immer feiner werden lässt, bis sie schließlich ganz ausgehen. Man spricht in diesem Falle von androgener Alopezie. Man nimmt eine genetische Ursache hierfür an, d.h., das Leiden ist wohl erblich. Androgene, das ist das, was man auch als männliche Sexualhormone bezeichnet.

Unterschiedliche Typen von Haarausfall

Neben der androgenen Alopezie gibt es natürlich auch noch anders verursachten Haarausfall. Eigentlich gehört der Haarausfall gewissermaßen sogar quasi zum Tagesgeschäft: jeden Tag verliert ein gewöhnlicher Mensch bis zu 100 Haare am Tag; selbstverständlich ist dies nur ein Richtwert, denn individuell kann es natürlich große Unterschiede geben. Die wenigsten würden in diesem Zusammenhang allerdings von Haarausfall sprechen, denn die Haare erneuern sich ja auch ständig. Eigentlich findet das Thema in der Regel erst Erwähnung, wenn es soweit kommt, dass merklich mehr Haare ausfallen, als nachwachsen.

Es gibt auch den lokal begrenzten Haarausfall, dessen Ursache nicht gesichert bekannt ist. Das Immunsystem erkennt hierbei die Haare einer bestimmten Region als Fremdkörper, so dass der Körper sie abstößt. Die Behandlung mit mehr als fünfzigprozentiger Chance der Heilung ist möglich, aber nicht ganz einfach. Daneben können auch Mangelerscheinungen, zum Beispiel auf Grund einer falschen und zu einseitigen Ernährung oder hormonelle Schwankungen das Haar sich lichten lassen. Außerdem ist die Neigung zur Glatze eine ganz gewöhnliche Alterserscheinung.

Was tun bei Haarausfall

Muss man denn etwas gegen Haarausfall tun? Nun, eine gesetzliche Pflicht gibt es sicherlich nicht, doch in vielen Fällen leiden Männer unter ihrem Haarausfall – für andere ist es eine ganz normale Alterserscheinung. Die persönlichen Beweggründe, wie man sich zum ausgehenden Haar verhält, sind mannigfaltig und man muss selbst entscheiden, was das Beste für einen ist. Entscheidet man sich aber dafür, etwas dagegen zu unternehmen, ist man gut beraten, feststellen zu lassen, welche Ursache dem Problem zugrunde liegt und sich über Therapiemöglichkeiten und Pflegeprogramme zu informieren.

Displaying 1 Comments
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  1. Manuel sagt:

    Guter Artikel. Über “Muss man denn etwas gegen Haarausfall tun? Nun, eine gesetzliche Pflicht gibt es sicherlich nicht” musste ich schon ein wenig schmunzeln, obwohl das Thema gar nicht zum Lachen ist. Ich war selbst von sehr starkem Haarausfall betroffen, sodass ich mich zu einer Haartransplantation bei ifue entschied. Medikamentöse Behandlung oder Shampoos? Davon rate ich ab. Ich habe einige ausprobiert und keines hat eine wirkliche Besserung verschafft. Am besten man gibt sich von Anfang an in die Hände eines professionellen Hautarztes.

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